StartseiteMagazinGesellschaft80 Jahre Militärflugplatz Emmen

80 Jahre Militärflugplatz Emmen

Der Militärflugplatz Emmen LU feiert seinen 80. Geburtstag mit einem tollen Flugprogramm mit allen Systemen der Schweizer Luftwaffe. Vom PC-7 über den Super Puma Helikopter bis zur F/A-18 und der Patrouille Suisse.

Mit der Schweizer Fahne begrüsst der Fallschirmspringer Martin Kaiser die Zuschauer

Am schönsten empfand es wohl der Fallschirmspringer Martin Kaiser aus Nidwalden, als er mit seinen Kameraden aus 1500 Meter Höhe aus dem Pilatus Porter sprang und sicher auf dem Flugplatz landete. «Es war wunderschön. Das Wetter, der Pilatus und die perfekte Landung,» erzählte er, der schon 1000 Absprünge hinter sich gebracht hatte.

Die Geschichte des Flugplatzes vor den Toren Luzerns geht bis ins Jahr 1939 zurück. «Am 28. August 1939, als die Flieger- und Flabtruppen mit der gesamten Armee mobilisiert wurden, konnten sie auf nur 6 Hauptstandorte  zählen. Sofort wurden weitere geeignete Flugfelder und Notlandepisten ausgebaut. «Eines der ausgewählten Felder lag in Emmen», schreibt Divisionär Bernhard Müller, Kommandant der Schweizer Luftwaffe, in der zum Geburtstag herausgegebenen Broschüre.


Am Eingang steht der Hawker Hunter Mk.58

In all den Jahren wurde der Flugplatz ständig erweitert. So wurde unter anderem die Flablenkwaffen-Basiswerkstatt und das Flugzeugwerk erstellt, in dem heute die Raketenhüllen für die Raumfahrt gebaut werden.

Der F/A-18 steigt mit sehr viel Lärm in den Himmel

Und es fanden denkwürdige Erstlandungen statt. Die Mirage beispielweise und die Tiger wurden von Bundesräten in Empfang genommen. Am 22. August 1978 landete erstmals das amerikanische Transportflugzeug Lockheed Galaxi mit Tiger-Kampfflugzeugen an Bord in Emmen.

 

    Jung und Alt verfolgen das Geschehen

Der Flugplatz blieb aber auch nicht von Unglücken verschont. So stürzte im Jahre 1987 am Pistenende ein Hunter ab. Der Pilot konnte sich retten.

Heute ist in Emmen die Patrouille Suisse zu Hause und von Emmen aus starten  die Flugdrohnen, die in der ganzen Schweiz auch für die Polizei in Grenznähe Schmuggler und Räuber auskundschaften.

Zu Tausenden strömten die Besucher am Freitag aufs Flugfeld und wurden mit einigen Höhepunkten überrascht. Das Organisationskomitee rund um den OK-Präsident Paul Jäger sorgten für interessante Abläufe.

Die Drohne im Anflug auf Emmen

Es wurden Oldtimer– und aktive Flugzeuge ausgestellt. Die Zuschauerinnen und Zuschauer erfuhren im Simulator, wie die Piloten trainieren und wie sie sich zum Militärpiloten ausbilden. Die Piloten der Patrouille Suisse erfüllten nach ihrem Flugprogramm in einer Autogrammstunde die Wünsche der Besucherinnen und Besucher.

Die Patrouille Suisse im Einsatz

Der Super Puma verabschiedet sich 

Der Tag der Öffentlichkeit wird am Samstag, 25. Mai 2019 fortgesetzt.

Fotos: Josef Ritler

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