FrontDigitalMeeting- und Webinartools für alle

Meeting- und Webinartools für alle

Die unzähligen Meeting- und Webinartools werden seit Beginn der Coronazeit nicht nur in Firmen, sondern auch in der Familie, unter Freunden, im Club oder Verein genutzt. Doch welches ist das idealste Tool? Diese Frage wird nachstehend geklärt.

Gibt es seit dem Lockdown tatsächlich so viel mehr webbasierte Tools, mit denen kollaborativ zusammengearbeitet wird? Kaum. Doch jetzt interessiert sich die ganze Welt dafür und sie sind sichtbarer geworden. Die Funktionen der unterschiedlichen Anbieter unterscheiden sich leicht. So haben beispielsweise im virtuellen Raum — je nach Abo-Modell — von ganz wenigen bis zu 10’000 Personen Platz. Diese können bequem zu Hause, am Arbeitsort oder im Ferienhaus an einem spontanen oder geplanten Meeting teilnehmen. Sie benötigen dafür lediglich ein internetfähiges Gerät (sogar ein Smartphone ginge, wenn auch der kleine Bildschirm kaum ideal ist), einen Webzugang sowie ein Mikrofon/Lautsprecher (des Gerätes oder als Zusatz). Optional ist sicher die im Bildschirm eingebaute Kamera oder die separate Videokamera ideal. Sie zeigt die sprechende Person oder sonst etwas, das man zeigen will.

Allen Teilnehmenden wird der Bildschirm des Moderators gezeigt, sei es eine PowerPoint-Präsentation, eine Excel-Tabelle, eine geöffnete Website, ein Video. Kurz, was der Präsentator sieht, sehen auch die Teilnehmenden. So können komplexere Sachverhalte erläutert und besprochen werden. Nachgeführte Ergänzungen z. B. auf der Traktandenliste oder der Excel-Berechnung werden automatisch für alle sichtbar.

Da neben dem Bild auch der Ton übertragen wird (über VolP, dem Voice over Internet Protokoll), wird die vielfach angebotene Möglichkeit, auch per Telefon an der Besprechung teilzunehmen, kaum benötigt.

Geringfügige Unterschiede

In den Funktionalitäten unterscheiden sich die Tools bzw. Abo-Varianten geringfügig. So lassen sich im Meeting Dateien den Teilnehmenden zugänglich machen, der Moderator kann ihnen den Chat öffnen, Umfragen starten und live auswerten sowie ein Whiteboard zur Verfügung stellen. Allenfalls können Grossgruppen auf Kleingruppen aufgeteilt und in sogenannte Breakout-Räume verschoben werden.

Wer will und sich die Zustimmung der Teilnehmenden abgeholt hat, kann das Meeting aufnehmen. Die Aufzeichnung ist eine wertvolle Protokollfunktion und gibt Abwesenden die Möglichkeit, später auf das Video zuzugreifen.

Die virtuellen Zusammenkünfte lassen sich nicht nur für virtuelle Apéros, gesellige Runden in der Familie oder unter Freunden nutzen, sondern auch für Vereinsbesprechungen. So können Arbeitsresultate, Projektfortschritte, Weiterbildungen usw. in dieser Form stattfinden. Unlängst hat mir ein Senior verraten, dass er seinen Enkeln seit Beginn der Coronazeit das traditionelle Kasperli eben online vorspielt. Im Gegensatz zum aufgezeichneten Video können die Enkel wie bei einer Präsenzveranstaltung durch Zwischenrufe aktiv aufs Spielgeschehen Einfluss nehmen. Und auch das liesse sich aufzeichnen, um es später an einem regnerischen Tag nochmals anzusehen.

Der Moderator muss sich, analog zu Präsenzzusammenkünften, gut vorbereiten. Sinnvoll sind somit ein kleines Drehbuch, bereits geöffnete Zeigedateien und eine geplante hohe Aktivität der Teilnehmenden. Zudem soll er mit der Technik soweit vertraut sein, dass er davon nicht abgelenkt wird, sondern die vielfältigen Möglichkeiten virtuell nutzen kann.

Profis kombinieren solche Meeting-Tools nach ihren Bedürfnissen mit weiteren Programmen für Umfragen, spontane Quizzen oder gar Prüfungsfragen. Doch das ist dann eher für klassische Unterrichtssituationen gedacht.

All das ist heute für rund CHF 10–40 je Monat erhältlich. Ein geringer Betrag, wenn man die eingesparten Reisekosten, Saalmieten etc. berücksichtigt.


Gängige und empfehlenswerte Tools

Die nachstehende Liste zeigt vielfach in der Schweiz eingesetzte Tools — je mit dem Link auf deren Homepage für weitere Informationen. Somit kann nach den eigenen Bedürfnissen das ideale Tool ausgewählt werden. Wenige sind dabei ausschliesslich englischsprachig.

  • gotomeeting.ch (ist dieses Tool) bzw. gotowebinar.ch
  • Zoom.us
  • Teams (Microsoft)
  • BigBlueButton.org (in Moodle installierbar)
  • miKogo.ae
  • Adobe Connect
  • fastviewer.com
  • gomeetnow.com
  • spreed.ch
  • clickmeeting.com
  • gomeetnow.com
  • WebEx.com
  • «oin.me
  • alphaview.com
  • iitsi.org (open source)
  • www.whereby.com

4 Kommentare

  1. Ich hätte mindestens eine Bewertungstabelle der Tools erwartet.
    Kriterien z.B.:
    – Installationsaufwand
    – Kosten
    – Moderatorfunktionen
    – Teilnehmerfunktionen
    usw

  2. Kann Herrn Fröhlicher nur beipflichten. Verwende Zoom regelmässig und habe gehofft, hier auf Unterschiede zu anderen Tools hingewiesen zu werden.

  3. Für Laien völlig unverständlicher Text, der überhaupt nichts bringt. Gescheiter würde eine Schritt-für-Schritt Anleitung beschrieben die sicherstellt, wie ein Gespräch z.B. mit einer anderen Person aufgebaut wird. Schade für die Mühe, um dieses Geschreibsel als nicht so erfahrener Senior auch nur im Ansatz zu lesen.

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