Wie jedes Jahr beendet der Nationalzirkus Knie seine Tournee in Luzern. Wer ihn verpasst hat, kann ihn bis am 3. Januar 2026 besuchen. Am Abend treten die Komiker Mike Müller und Viktor Giacobbo auf.
Es riecht im Vorzelt nach Popcorn, Glühwein und Pommes. Rund 2000 Gäste nehmen im seit Jahren ohne Masten versehenen Chapiteau Platz, lassen sich von der Musik mitreissen und warten auf die Dinge, die da kommen sollen.

Lichtzauber über de Manege. Der achtjährige Maycol junior Knie begrüsst das Publikum
Modernste Technik wird auch im neuen Programm unter dem Motto «It’s Magical» angewendet. Die «-Kinetic-Balls», hunderte leuchtende, bewegliche Kugeln unter der Kuppel begeistern das Publikum. Sie gleiten wie schwebende Sterne durch den Raum, formen Spiralen, Wellen und Kreise, die sich mit den Choreografien der Artistinnen und Artisten verbinden.

Das Duo Acero zeigt am chinesischen Mast eine kraftvolle und poetische Darbietung
Was sich dann in zwei Stunden lang in der Manege abspielt ist Zirkuskunst in höchster Qualität. Das Duo Acero zeigt am chinesischen Mast eine kraftvolle und poetische Darbietung, die viel Mut erfordert und die Zuschauer staunen lässt.

Maycol junior reitet zwischen zwei Pferden hindurch, auf denen sein älterer Bruder Ivan balanciert.
Natürlich dürfen die Pferde nicht fehlen. Die achte Generation erobert das jubelnde Publikum. Der achtjährige Maycol junior reitet zwischen zwei Pferden hindurch, auf denen sein älterer Bruder Ivan balanciert.

Mike Müller, sein Hund und Viktor Giacobbo
Ein weiterer Höhepunkt ist der Auftritt von Mike Müller mit seinem Hund und von Viktor Giacobbo. Sie präsentieren eigens für den Zirkus geschriebene Sketches. Auch ihre bekannten Figuren wie Fredi Hinz, Harry Hasler und Bauer Wermelinger sind zu sehen. Eine besondere Leistung im Vorfeld erbrachte Mike Müller. Er musste innerhalb von vier Wochen seinem Hund die Kunststücke beibringen.
Die Zhejiang Folk Art & Acrobatics General Troupe bringt das Publikum zum staunen
Staunen kann man auch über den Franzosen Vincent Vignaud. Er befreit sich blitzschnell aus Handschellen, verschwindet in einem hochgezogenen Container und taucht etwas später an einer anderen Stelle der Manege wieder auf.

Die Zhejiang Folk Art & Acrobatics General Troupe
Die Zhejiang Folk Art & Acrobatics General Troupe bringt das Publikum mit ihren roten, wild flatternden Röcken und den fast rituell wirkenden Einrad-Tänzen zum staunen. Wenn die Artistin rücklings auf den Füssen ihres Partners liegt, gleichzeitig fünf Schirme balanciert und dreht, verschieben sich die Grenzen des Vorstellbaren.

Die Truppe verabschiedet das Publikum
Wehmut kommt auf, wenn man an frühere Zeiten denkt. Elefanten, die ihre Kreise zogen, Tiger, die hinter einem grossen Gitter ihre Kunststücke zeigten und Clowns wie Charly Rivel. Es war eine andere Zeit: Tempi Passati!
Fotos: Josef Ritler

