FrontDigital„Windows 10 – jetzt oder nie“

„Windows 10 – jetzt oder nie“

Fünf Dinge, die Sie über das neue Betriebssystem Windows 10 wissen sollten.

Diese Überschrift ist vollkommener Quatsch! Schlagzeilen und Meldungen dieser Art werden allerdings in der nächsten Zeit weit verbreitet sein. Und zwar nicht nur in den Wochen kurz nach dem Start von Windows 10, sondern monatelang. In der Phase der Neuveröffentlichung des neusten Windows Betriebssystems wird es viele Trittbrettfahrer geben, Journalisten, die einen imposanten Artikel schreiben wollen, aber auch Kriminelle, die versuchen, aus dem Start von Windows 10 ein nettes kleines illegales Geschäft zu stricken. Doch nicht alles, was geschrieben wird, sollte man für bare Münze nehmen.

Schnell, schnell, schnell!

Die Experten sind sich einig, dass Windows 10 eine Verbesserung in der Geschichte der Windows-Betriebssysteme darstellt. Die Vergangenheit der Windows-Betriebssysteme war durch zahlreiche Auf und Abs bestimmt. Guten Versionen folgten weniger gute. Die Benutzerfreundlichkeit schwankte zwischen hervorragend und ausreichend. Am 29. Juli begann die offizielle Verbreitung von Windows 10. Alle, die sich in den letzten Wochen zur kostenfreien Installation registriert hatten, konnten den Download starten. Diese kostenfreie Registrierung war von Microsoft wohl bewusst sehr forsch formuliert. Man hatte regelrecht das Gefühl, wenn man sich nicht «jetzt sofort» kostenfrei registriert, dann würde Windows 10 später auf jeden Fall Geld kosten. Dies ist ein Gefühl, das Microsoft absichtlich erzeugen wollte, sodass möglichst viele Nutzer in sehr kurzer Zeit das neue Windows 10 installieren. Denn ein Windows 10 mit hoher Verbreitung bringt Microsoft viele Vorteile. So wird ein Betriebssystem etwa dann für IT-Partner interessanter, wenn es eine breite Verbreitung findet. Hersteller von Programmen streben mit denjenigen Konzernen eine Zusammenarbeit an, die auch für eine weite Verbreitung des Produkts sorgen können. Dieser «Druck», sich schnell registrieren zu müssen, um kostenfrei an Windows 10 gelangen zu können, ist allerdings als Marketing-Trick von Microsoft zu verstehen.

Die neue Oberfläche von Windows 10.

Eile zur Installation ist nicht geboten

Kristoffer Braun und Andreas Dautermann von www.Levato.de raten zur Ruhe. Denn das neueste Windows wird für mindestens ein Jahr kostenlos zum Download zur Verfügung stehen. Es bleibt also noch viel Zeit, um sich für das neue Betriebssystem zu entscheiden und dieses zu installieren.

1. Warten: Windows 10 installieren Sie am besten erst nach Weihnachten im neuen Jahr 2016. Bis dahin wird es viele kleine nervige Fehler geben, die den Computeralltag behindern werden. Nichts gravierendes, aber einfach ein paar Computer-Abstürze mehr, als man es gewohnt ist. Diese Kinderkrankheiten sind bei einem neuen Windows ganz normal, sie gab es auch bei Windows XP, Vista, Windows 7 und 8. In dieser Phase ist es ratsam, dem Windows 10 einfach noch ein bisschen fern zu bleiben.

2. Geld sparen: Windows 10 wird tatsächlich kostenfrei sein. Wer im ersten Jahr nach Veröffentlichung auf Windows 10 umsteigt, wird für Windows nichts zahlen müssen. Das heißt, Ihr Umstieg sollte bis Juli 2016 erfolgt sein. Denn danach wird Windows 10 kostenpflichtig. Für den Neuerwerb des Betriebssystems werden dann, je nach Version einmalig circa 150 Franken zu zahlen sein. Die Kosten für das Betriebssystem entfallen nur dann, wenn Sie sich einen neuen Computer kaufen. Dort wird Windows 10 bereits vorinstalliert sein und der Hersteller des Computers hat die Gebühr für Windows 10 bereits bezahlt.

3. Vorsorge: Der Umstieg auf Windows 10 geht vollautomatisch. Nach der Entscheidung, Windows 10 installieren zu wollen, klicken Sie quasi nur auf «Installieren» und der Rest passiert von alleine. Sie müssen keine fortgeschrittenen Installationskenntnisse haben und auch alle Daten sollten im Optimalfall übernommen werden. Bilder, Texte, Briefe, E-Mails, sogar die bereits installierten Programme – all das sollte nach dem Umstieg auf Windows 10 weiterhin auf Ihren Computer abgespeichert sein. Damit das klappt, müssen aber bei Ihrem Windows alle vorhandenen Updates installiert sein. Nur dann ist der Umstieg reibungslos möglich. Allerdings sind einige Programme noch nicht mit dem neuen Windows zu verwenden. Die Hersteller dieser Programme arbeiten aber daran, dass sie in Zukunft auch für Windows 10 genutzt werden können. In diesem Zusammenhang bietet es sich natürlich an, zu überprüfen, welche Programme man wirklich braucht. Denn oft werden Speicherplatz und Systemleistung durch unnötige Programme vergeudet.

4. Absichern: Der Umstieg «soll» im «Optimalfall» reibungslos klappen. Aber wir alle wissen: der Computer macht nicht immer das, was er soll. Daher gilt es, vor dem Umstieg eine ordentliche Datensicherung anzulegen. Dafür benötigen Sie entweder ein externes Laufwerk oder eine leere DVD, auf der die Daten gespeichert werden können. Aber nicht nur bei einem Umzug auf ein neues Betriebssystem empfiehlt sich eine Datensicherung. Diese sollte in regelmäßigen Abständen vorgenommen werden, um die Verluste bei eventuellen Problemen möglichst gering zu halten.

5. Bleiben Sie informiert: Informieren Sie sich zur Entwicklung von Windows 10. Dafür stehen im Internet verschiedenste Portale bereit. Etwa die Microsoft Homepage oder die Homepage von Levato. Denn diese Seiten helfen dabei, aktuelle Entwicklungen und Veränderungen rund um das Thema nachzuvollziehen.

Noch mehr Tipps zu den Themen Computer und Internet finden Sie auf: www.levato.de

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