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Ein Traum wird wahr!

Toni Romano, Gründer und Inhaber der Taisho-Karateschule, eröffnete am 9. September in Kriens/Luzern ein neues Trainingscenter.

Die Luzernerstrasse in Kriens ist eine lebendige Verkehrsader, reich an Strassen- und Publikumsverkehr. Im neuen Haus der Taisho-Karateschule befanden sich früher ein Pizzalieferdienst, ein Solarium und ein Kleidergeschäft. Das Gebäude gehört zu einer Überbauung, die als schutzwürdig eingestuft wurde. Deshalb durfte die Aussenansicht nicht verändert werden. So mussten auch die bis an den Boden reichenden Fenster im Parterre bleiben. Aus der Hektik und Betriebsamkeit des täglichen Lebens treten die Besucher ein in einen Ort der Konzentration, der Disziplin und der Gelassenheit. Sie finden eine Cafeteria, einen Aufenthaltsraum, Umkleideräume mit Duschen, einen Stock tiefer einen Kraftraum und einen Trainingsraum.

Ein spezieller Ort mit Schrein und Brunnen

Das Juwel befindet sich im ersten Stock, ein rund 200 Quadratmeter grosser klassisch japanischer Trainingsraum. Dort fand auch, nachdem das Band zum Aufgang durchschnitten worden war, der festliche Eröffnungsakt statt. Es wurde eine Kalligraphie enthüllt, deren japanische Schriftzeichen Achtsamkeit und Aufmerksamkeit bedeuten. Sie überstrahlt den ganzen Raum. Ein kleiner Schrein, der Offenheit signalisiert, und ein Brunnen mit fliessendem Wasser, der für Nachhaltigkeit steht, machen den Raum zu einem speziellen Ort.

Achtsamkeit und Aufmerksamkeit: Markus Kälin enthüllt die Kalligraphie. 

Der Gemeindepräsident von Kriens, Cyrill Wiget, der Vorsteher des kantonalen Amtes für Sport, Markus Kälin, eine Vertreterin des Grossen Stadtrates von Luzern, Sandra Felder und Roland Zolliker, der Präsident des Schweizerischen Karateverbandes, bezeugten mit ihrer Anwesenheit und ihren wohlwollenden Worten dem Ort, dem Anlass und Toni Romano ihre Anerkennung.


Einen Traum umgesetzt: Toni und Mariann Romano.

Toni Romano, im Kanton Uri aufgewachsen, trainierte schon als Kind Judo, dann mit 16 Jahren Karate und ist heute ein professioneller Kampfsportler mit unzähligen Auszeichnungen und Ausweisen, so auch als eidg.dipl. Karatelehrer. Einen grossen Teil seiner Ausbildung holte er sich in Japan. Für ihn und seine Frau Mariann, im Karatesport ebenfalls erfahren und engagiert, ging der Traum für ein grösseres Trainingscenter, ein grösseres Dojo mit genügend Luft, Licht und Raum endlich in Erfüllung.

Umrahmt wurde der Anlass von einem Quartett: ein junger Karateschüler, seine Eltern und ein weiterer Musiker liessen es sich nicht nehmen, auch noch musikalische Akzente zu setzen.

Am eindrücklichsten waren für mich die Demonstrationen von Sport und Kampfkunst. Sie wurden von Toni Romano, Träger des siebten schwarzen Gurtes, persönlich geleitet. Zum besseren Verständnis wurden sie von Karate-Weltmeisterin Elisabeth Schüpfer für das Publikum kommentiert. Sie und Marianne Furrer, Mitarbeiterin im Dojo, waren seinerzeit in der Schweiz Pionierinnen des Frauen-Karate gewesen.

Eine Karategruppe demonstriert am Eröffnungstag ihr Können.

Die Karatekas zeigten Basiselemente der Bewegungen, die immer und immer wieder geübt werden. Den Abschluss bildete die Präsentation zweier junger Männer. Deren Präzision und Eleganz faszinierten mich so, dass ich einen Augenblick lang nicht mehr unterscheiden konnte, ob ich jetzt Spitzenkarate oder Ballett auf höchster Ebene zu sehen bekam.

Was die Enkel interessiert, interessiert auch uns

Warum in aller Welt willst Du für Seniorweb über Karate schreiben? Das wurde ich mehrmals gefragt. Es fielen mir gleich verschiedene Gründe ein. Natürlich wendet sich Seniorweb an die ältere Generation. Aber hat diese Generation nicht auch Enkelinnen und Enkel? Und was diese interessiert, interessiert auch uns. Sei es Fussball, sei es spezielle Musik oder sei es eben Karate. Gerade zurückhaltende oder ängstliche Kinder tauen im Training auf und erarbeiten sich ein neues Selbstbewusstsein!

Zudem gibt es auch Karatekurse für ältere Menschen. Für solche, die Karate schon immer betrieben haben oder zum Sport ihrer Jugend zurückkehren. Aber auch für solche, die den Einstieg neu wagen. Die Grundthemen des Karatesportes sind ja: Atmung, Gleichgewicht, Konzentration, Achtsamkeit, Aufmerksamkeit! Tönt doch alles bekannt in den Ohren von älteren Menschen! Und ist doch alles auch Thema im täglichen Leben von älteren Menschen!

Was ist denn Karate? Wer sich kundig machen will, schlage nach in Wikipedia!

Hier nur soviel: Karate ist nicht nur eine Technik. Karate ist vor allem eine Schulung von Geist, Charakter und innerer Einstellung. Karate ist nicht nur Sport, Karate ist eine Haltung!

Möge das neue Dojo für viele zum Kraftort werden, wo sie in eine besondere Welt eintauchen und immer wieder auftanken können!

Bilder: Josef Ritler

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