Kolumnen

Globi: mehr als nur für die Schüler und Schülerinnen!

Auch in unserem Land wissen leider immer weniger Menschen, wie unsere Demokratie funktioniert und welche Werte für das Zusammenleben in einer demokratischen Gesellschaft wichtig sind. Nichts kommt von nichts, diese alte griechische Einsicht gilt auch in unserem 21. Jahrhundert und bedeutet, dass wir Ältere unser Wissen weitergeben sollten an die jüngeren Generationen. Nun ist es nicht jedem gegeben, über unsere Demokratie zu sprechen. Das ist mehr als verständlich. Aber ich habe eine tolle Hilfe gefunden!

Kürzlich referierte ich in der Neuen Helvetischen Gesellschaft Winterthur – und: ich habe ein Globi-Buch als Geschenk bekommen! Ein Globi-Buch! Sie hören richtig. Das neueste Globi-Buch. Es heisst: Globi und die Demokratie!, eine wahre Trouvaille! Für jeden Grossvater, für jede Grossmutter, für jede Lehrperson ein geeignetes Buch, um mit Globi und der Helvetia eine Entdeckungsreise durch das Bundeshaus zu machen und dabei den wichtigsten Prinzipien unserer Demokratie zu begegnen.

Globi ist eine Figur, die uns alle an unsere Jugend erinnert. Ein liebenswertes Wesen, das irgendetwas lernt, das immer wieder staunt und damit unser Interesse anspricht und uns mitreisst. Globi ist auch heute bei jungen Menschen ein faszinierendes Phänomen. Und die Geschichten, die in den Globi-Büchern erscheinen, haben einen grossen pädagogischen Wert. Was also geschieht in «Globi und die Demokratie»?

Globi und die Demokratie

Globi, mit dem Rucksack auf dem Rücken, reist in die Innerschweiz und da begegnet er Helvetia, einer Frau, die er doch schon einmal gesehen hat. Aber wo? Auf dem Zweifrankenstück! Das ist es. Die Helvetia führt nun Globi durch die Geschichte unserer Demokratie. Sie ist eine Idee, so wie die Demokratie auch eine Idee ist. Globi sagt am Schluss des Buches, dass er nach allem, was er gelernt hat, nun versteht, dass am Anfang von allem eine Idee steht.

Auf seiner Reise durch die Innerschweiz, seinem Besuch auf dem Rütli lernt er, dass vieles von unserer Geschichte eben eine Geschichte ist, die uns eine heldenhafte und tapfere Vergangenheit schildert und uns stolz macht. Vieles von dem, was wir unsere Geschichte nennen, sind Ideen, die uns anspornen, unser Land zu lieben.

Globi erfährt die Unterschiede zwischen Zentralstaat, Staatenbund und Bundesstaat und erkennt, dass unsere Demokratie über viele Jahrhunderte wachsen musste, bis sie so wurde, wie wir sie heute kennen. Er staunt, wie wichtig für das Funktionieren der Demokratie unsere Bundesverfassung ist, die uns zum Beispiel die Gewaltenteilung oder die föderale Struktur vorschreibt, damit niemand zu viel Macht hat; die uns verpflichtet, auf die Minderheiten und die Schwächeren in unserer Gesellschaft Rücksicht zu nehmen; die uns zeigt, wie wichtig die Kompromissfähigkeit ist, wenn man friedlich zusammenleben will.

Im Bundeshaus kann Globi alle seine vielen Fragen, die ihn plötzlich beschäftigen, zwei Nationalrätinnen stellen. Er möchte wissen, wie man Parlamentarier wird und ob dieser Beruf ein Hauptberuf ist, der einem viel Arbeit gibt. Und auch Bundesrat Ignazio Cassis hat Zeit für den interessierten, jungen Besucher. Globi notiert sich die Antworten von Herrn Cassis in seinem Notizblöckli, wo er überhaupt all das Neue und Interessante zusammenfasst. Auf der Besuchertribüne bestaunt Globi die Debatten und Diskussionen in beiden Kammern des Schweizerischen Parlamentes: des National- und des Ständerates.

Zum Schluss besucht Globi mit Helvetia eine Schule in Zürich Dietlikon (ZH). Hier möchte er der Frage nachgehen: Was denken die Jungen? über die Demokratie, über das Abstimmungsalter, über die Abstimmungsmöglichkeiten auch für die Ausländerinnen und Ausländer bei uns usw.

Das Buch – eine Freude!

Das Buch vermittelt eine Fülle von Informationen, die auch jeden Erwachsenen begeistern können. Und für alle, die noch mehr und einiges vertiefter wissen möchten, gibt es am Schluss ein Glossar mit wertvollen Ergänzungen, die leicht verständlich und gut formuliert sind.

Globi und die Demokratie! Im Vorwort schreibt Regierungsrätin Silvia Steiner, dass sie hofft, dass Globi die jungen Menschen motivieren kann, schlussendlich selber eines Tages in der Gesellschaft politisch aktiv zu werden. Und, so sagt sie, «unsere Demokratie braucht gut informierte Menschen, die sich für sie einsetzen.»

Ob für Jung oder Alt – dieses Buch ist grossartig!