StartseiteMagazinKulturDem Berg auf den Leib gerückt

Dem Berg auf den Leib gerückt

Der Fotograf Daniel Bühler geht zum Berg und porträtiert Gletscher und Felsen.  Der Bildhauer Pi Ledergerber horcht in den Stein und bringt ihn in eine abstrakte Form.

 

Die beiden Künstler stellen Ende des Sommers gemeinsam in der Galerie Stans aus. Mit Daniel Bühler und Pi Ledergerber zeigen sich zwei hochkarätige Handwerker von ihrer künstlerischen Seite.


Daniel Bühler. Tropische Gärten in Südostasien, 2019

Zwei Ausprägungen der Leidenschaft für den Stein ergänzen sich in der Ausstellung. Ledergerbers Skulpturen bereichern den Garten und die Innenräume der Galerie. Bühlers Fotografien fügen sich in die unterschiedlichen Raumsituationen des historischen Flury-Hauses.


Daniel Bühler, Matterhorn, Walliser Alpen, 2021

Daniel Bühler arbeitet in seinem grosszügigen Studio in Kriens und lebt in Meggen. Wirklich zu Hause fühlt er sich in der Bergwelt. Hier findet der Fotograf, der jahrzehntelang für die Werbung tätig war, zur Ruhe.


Daniel Bühlmann Liskamm, Walliser Alpen, 2022

Bühler hält im Wallis, im Berner Oberland, in Uri die Sicht auf das Gebirge in minutiösen Bildern fest. Dabei sucht er nicht die Postkartenidylle, sondern er bewegt sich abseits der Zivilisation. Daniel Bühlers Gletscheraufnahmen sind Zeugnisse eines unbestechlichen Beobachters.


Daniel Bühlmann Theodulgletscher, Walliser Alpen, 2023

Auch schroffe Wände und Felsformationen im Zwielicht zählen zu seinen bevorzugten Sujets. Dramatische Wolkengebilde sind willkommen, denn Daniel Bühler ist kein Schönwetter-Fotograf. Zuviel Sonne ergäbe Schlagschatten, welche die reich gegliederten Oberflächen verunklären würden.


Pi Ledergerber, Schichtung, 2000/01, Cristallina Marmor

Im Kontrast dazu stehen seine Aufnahmen von tropischen Gärten aus Südostasien auf Blattgold und Gampi-Papier. Dieses handgeschöpfte Papier mit hoher Lichtdurchlässigkeit hat eine schimmernde, transparente und seidenähnliche Erscheinung.


Pi Ledergerber Senkrechte Stäbe, 2023, Kalkstein

Steine und ihre Strukturen faszinieren auch den Bildhauer Pi Ledergerber. Er hat bei Franco Annoni gelernt, bei Rolf Brem gearbeitet, hat in Bern Physik und Philosophie studiert, bevor er sich ganz der Kunst zuwandte. Pi Ledergerber hat sich ein grosses Wissen über den Stein angeeignet. Die Beschaffenheit und die Farbe des Steins leiten ihn. Mit Einschnitten belebt er die Quader und lässt sie leicht und fragil erscheinen. Das Spiel der gesägten und rohen Flächen fasziniert.

Pi Ledergerber ist in Nidwalden geboren und aufgewachsen. Während längerer Aufenthalte in Wien und Berlin behielt er sein Atelier in Burgdorf. Nun ist er definitiv ins badische Hohenfels gezogen, wo er über ideale Arbeits- und Lebensbedingungen verfügt. Auf seinem Ateliergelände sind Skulpturen aus einem langen Bildhauerleben versammelt.

Pi Ledergerber kehrt mit der Ausstellung in der Galerie Stans in seine Heimat zurück. Auf dem Stanser Friedhof steht sein «Offener Block». Ledergerbers Skulpturen prägen Plätze in der Schweiz und in Deutschland.

Die Ausstellung im Flury-Haus am Dorfplatz 11 dauert  bis 1. Oktober 2023. Sie ist Donnerstag und Freitag von 15 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag von 13 bis 16 Uhr zu sehen, mit verlängerter Öffnungszeit am Stanser Kunstmarkt vom 9. September (13 – 18 Uhr).
Titelbild: Pi Ledergerber, Block, 2023, Kalkstein dunkel
Fotos: Josef Ritler

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