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Bilder mit und ohne Haare

Was sich so in einem Museum in all den Jahren anhäuft, mit welchen Kunstschaffenden es gearbeitet hat, zeigt das Museum Bellpark in Kriens bis 1.April 2024 mit der Ausstellung «Bilder mit und ohne Haare».

Laut einer Pressemitteilung erklärt der Leiter Hilar Stadler: «Das Museum pflegt und vermittelt bekanntermassen ein beachtliches ortsspezifisches Archiv. Aber auch mit der Gegenwart setzt sich das Museum sammlerisch auseinander und baut eine zeitgenössische Sammlung von Zeichnungen Schweizer Künstler:innen auf.»

Für das kommende Ausstellungsprojekt setzt sich das Museum nun spielerisch und neugierig mit den Beständen auseinander. Erstmals führt das Museum im Bellpark seine beiden Sammlungsschwerpunkte – Archiv und Zeichnungssammlung – in einer Ausstellung zusammen.


Katharina Amrein stellt Keramikvasen aus

Während des kontinuierlichen Aufbaus der Sammlung konnte sich das Museum mit unterschiedlichen, wichtigen Positionen der Gegenwartskunst auseinandersetzen und den Erwerb von überregionalen und internationalen Positionen in die Wege leiten.

Darunter finden sich Werkgruppen von Künstlerinnen und Künstler wie Valentin Carron, Anne-Lise Coste, Emil Michael Klein, Lutz & Guggisberg, Pietro Mattioli, Kaspar Müller, Francisco Sierra, Greg Parma Smith und anderen.


Maria Arnold «Ring-Finger»

Da war Maria Arnold mit ihrer Ausstellung «Ring-Finger, (1995-1996), Acryl auf Papier. Im Jahre 2003 zeigte sie 49 Bilder aus der hundertteiligen Serie. Die neue Präsentation dieser Arbeit erinnert an die Ausstellung der Künstlerin damals. Schon die wenigen gezeigten Bilder lassen das Reichtum an Variationen, die diesem Werk innewohnen, erahnen.


Greg Parma Smith

Erworben für die Sammlung hat das Museum im Bellpark Werke von Greg Parma Smith. Er ist ein in New York lebender Maler, der für seinen präzisen malerischen Realismus bekannt ist. Der Elemente der amerikanischen Figuration, der gegensändlichen Malerei, des Neo-Pop und der Appropriation Art einbezieht.


Xu Xixian: Brückenbilder in Shanghai

Der Chinese Xu Xixian  stellte im Jahre 2014 seine Werke im Bellpark aus. Im Anschluss konnte das Museum einen Block mit insgesamt zwanzig Brückenbilder aus Shanghai erwerben.  Eigentlich ist der Künstler ein einfacher Reisverkäufer. Seit den 1960er-Jahren fotografierte er aber mit einer einfachen, analogen Kamera das Zentrum Shanghais und die umliegenden Dörfer. Ausgestellt sind Schwarz-weiss-Abzüge mit handschriftlichen Angaben des Fotografen.


Albert Riggenbach: Wolkenformationen

Der Astronom und Meteorologe Albert Riggenbach aus Basel hielt verschiedene Wolkenformationen fotografisch fest, um daraus nach Möglichkeit meteorologische Erkenntnisse zu gewinnen. Die Fotos waren 2013 im Bellpark in der Ausstellung «Der Raum zwischen den Bergen, Oskar Biders Flug über die Alpen» zu sehen.


Raphael Hefti

Raphael Hefti besitzt eine Vorliebe für industrielle Verfahren. Er eignet sich diese an, um sie individuell für seine Skulpturen und Fotogramme zu nutzen. Als Künstler untersucht er, wie Dinge au Metall, Glas oder Mineralien hergestellt werden. Fotogramme sind Aufnahmen, die ohne den Einsatz einer Kamera entstehen. Die Arbeiten einer Fotogramm-Serie  entstehen in vollkommender Dunkelheit. Der Künstler verbrennt über Rollen aus Fotopapier Sporen des titelgebenden Bärlappmooses, das in Feuerwerkskörpern und Sprengstoffen verwendet wird


Elvira Bättig: Wandbilder
Fotos: Josef Ritler

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