Einen Besuch bei sich daheim macht der Ostschweizer Kanton in diesem Jahr an der OLMA, der grössten Publikumsmesse der Schweiz. Wie immer ist die beliebte Messe für Landwirtschaft und Ernährung eine Mischung aus Folklore und Wirtschaft.
Der Kanton hat sich ein stattliches grünes Wohnzimmer eingerichtet, lädt seine Bevölkerung ein, gratis zum Umzug zu fahren, bittet aber auch alle anderen OLMA-Fans zu Bratwurst, Schweinchenwettlauf und Rummelplatz. Dazwischen darf man sich Informationen über Landwirtschaft und Ernährung aneignen, 600 Messestände abschreiten und über jede Gemeinde im Kanton Spezielles erfahren.
Dass Huldrych Zwingli ein Toggenburger war, wissen die meisten seit der 500-Jahr-Feier der Reformation 2017. Aber warum es in der St. Galler Altstadt mehr als ein Restaurant im 1. Stock gibt, erfährt man jetzt beim Gastkanton: Der heisst St. Gallen, weil der Tessin seinen Auftritt verschieben musste. Zur Restaurant-Frage: Früher war das Erdgeschoss feucht, schmutzig, vielleicht ein Stall, daher tischten die Wirtsleute im Obergeschoss auf.
Die beliebte Publikumsmesse weist mit Sonderschauen auf wichtige Organisationen und Aktionen hin, spezieller Gast ist die Vogelwarte Sempach, gerade 100jährig, mit der Schau Erlebnis Wiesenbrüter. Die UEFA präsentiert Facts and Figures zur Frauen-Europameisterschaft 2025. Höhepunkt fürs Publikum war auch diesmal der Umzug, bei dem in 52 Nummern alles über Brauchtum, Wirtschaft, Geschichte und Kultur im vielfältigen Kanton zwischen Bodensee und Tardisbrücke zu erfahren war.
Für Seniorweb haben René und Elisabeth Bühler einen bunten Strauss von Fotos von der Eröffnung mit Bundespräsidentin Viola Amherd bis zum Umzug mitgebracht. Die OLMA ist noch bis zum 20. Oktober offen.
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Titelbild: Bundespräsidentin Viola Amherd wird die 81. OLMA mit einer Rede eröffnen. Foto: René und Elisabeth Bühler






















Die Foto von Frau Amherd mit dem kleinen Schweinchen mag zwar «herzig» aussehen, doch in der Realität war es ziemlich anders. Madame Amherd hielt das arme kleine Säuli nicht nur ungeschickt, sondern auch so, dass dieses wirklich ziemlich in Panik geriet. Danach wurde es sofort «ausgewechselt» mit einem etwas weniger lebendigem, bzw. «wilden».
Meiner Meinung nach ist dieses Säuli halten sowieso fragwürdig und dient nur der Selbstdarstellung der «Träger», sprich in diesem (u.a.) Frau Amherd. Kann man die Tiere nicht einfach in Ruhe in ihrer natürlichen Umgebung lassen!
Insbesondere da diese armen Tiere in der Regel behandelt werden wie der letzte Dreck, bzw. den haben sie ja nicht mal, müssen sie doch viele sehr beengt und ohne Auslauf (insbesondere die sogenannten Mastschweine) ihr Dasein fristen.
Es ist eine Schande für die Schweiz, dass es überhaupt noch Tiere gibt, die ihren natürlichen Veranlagungen beraubt werden. Gerade Schweine sind ja sehr menschfreundlich, intelligent und brauchen genügend Spiel- und Suhlmöglichkeiten.
Auch Kühe und sonstige Tiere, die wir Menschen verspeisen oder deren Milch, Milchprodukte etc. wir zu uns nehmen, währenddem die Kälber künstlich ernährt werden, da man ihnen in der Regel die Muttermilch wegnimmt!
Wir wohnen in einem Dorf mit viel Viehwirtschaft und erleben dies täglich aus erster Hand, bzw. sehen es mit eigenen Augen.
Deshalb kann ich der ganzen Fotoreportage nur bedingt etwas abgewinnen – erweckt sie doch diesen «heile Welt und alles ist so gut» Eindruck.