In Aarau ist im Aargauer Kunsthaus die elfte Ausgabe «Blumen für die Kunst» für kurze Zeit geöffnet. Im Dialog zwischen Floristik und Kunst setzen Ikebana-Kunst und indische Floristik besondere Akzente.
Seit über einem Jahrzehnt erfreut sich das Ausstellungsformat Blumen für die Kunst grösster Beliebtheit. Eintrittskarten gibt es nur in Zeitfenstern online oder über den Vorverkauf, ohne Tageskasse. Die kunstvollen Kreationen von Floristinnen und Floristen sind Interpretationen von Werken aus der Sammlung des Aargauer Kunsthauses. Sie erfreuen das Herz und lassen die Vorbilder neu sehen, aber die Blüten, Blätter, Gräser und Zweige haben eine kurze Lebensdauer. Diese Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit dem Verein Flowers to Arts entstanden.
Franz Fedier, Regenbild (Farbautonomie), 1959 / Veronika Tsukamoto, Meisterfloristin, St. Gallen (rv)
Bei meinem Besuch haben mich zwei florale Interpretationen besonders berührt. Veronika Tsukamoto, Meisterfloristin aus St. Gallen, lässt in Anlehnung an das Gemälde Regenbild von Franz Fedier einen luftigen Kubus aus weissen Fäden mit grünen Spitzen von der Decke hängen. Die Fäden wirken wie Regentropfen, die auf fruchtbares Grün fallen und mit dem Vorbild in einen Dialog treten.
Leiko Ikemura, Sterbebett, 1983 / Shreeram Kulkarni und Adarsh Suresh, Floral artist, Mumbai/Indien (rv)
Die zwei indischen Floristen aus Mumbai, Shreeram Kulkarni und Adarsh Suresh, haben sich auf das Bild Sterbebett von Leiko Ikemura eingelassen. Für beide ein vertrautes Thema. Den Übergang zwischen Leben und Tod – auf dem Gemälde dargestellt mit einem hochfahrenden roten Schweif aus dem Mund einer sterbenden Figur – setzen die Floristen mit einer raumfüllenden Skulptur um: Ein energiegeladenes Bündel aus Zweigen, darauf einzelne rote Blüten, windet sich in einer Schlaufe in die Höhe. Einzelne Zweige lösen sich und werfen bunte Blüten aus, die in kleinen Gläsern von der Decke herunterhängen.
Da die floristischen Kunstwerke nur kurze Zeit bestehen, präsentiert sie Seniorweb als Serie in einer Bildergalerie.
Klicken Sie auf ein Foto unten, dann öffnet sich das Galerie-Modul. Mit den Pfeilen rechts oder links können Sie die Fotos vorwärts oder rückwärts bewegen:
Titelbild: Karl Ballmer, Durée (an Henri Bergson), 1931 / Carmen Weibel, Meisterfloristin, Sursee
Fotos: © David Aebi, Burgdorf und rv
Bis 9. März 2025
«Blumen für die Kunst» – Florale Interpretationen von Werken aus der Sammlung, im Aargauer Kunsthaus, Aarau. Tickets gibt es nur online oder im Vorverkauf. Weitere Informationen finden Sie hier.













Danke sehr für diese schöne Bildserie!