Kein Spoiler, keine Breitwandreifen, kein Quälsound. Stattdessen haben Autos für Seniorinnen und Senioren Notbrems- und Spurhalteassistenten, Totwinkelwarner, Abstandpiepser und bequeme Einstiege. Nach solchen Fahrhilfen suchten wir bei 18 Autos, vom Elektro-Winzling bis zur Komfort-Sänfte.
Als wir noch keine waren, keine Senioren, brachten uns die Döschwos, R4, 850er Fiätus und VW Käfer viel Freude. Und Verdruss. Freude: endlich unabhängig. Verdruss: Wir konnten dem Blech beim Rosten zuschauen. Dazu ratterten, knatterten, stanken sie. Was solls? Hauptsache wir brachten die Dinger den Nufenenpass hoch, 2476 Meter ü.M.
Heute ist das alles ganz anders. Die Autos für uns zarte Seniorinnen und Senioren sollten bequem, sicher und einfach zu bedienen sein. Wir Ü65 wissen, was Sache ist. Das Alter vermindert unser Sehvermögen, wir sind weniger beweglich, haben weniger Kraft und reagieren langsamer. Hier zusammengefasst, was die Autoindustrie uns bietet:
Mehr Bequemlichkeit
– Höhere Sitzpositionen verbessern die Sicht und erleichtern den Ein- und Ausstieg.
– Die Türen sollten sich weit öffnen lassen, die Schwellen niedrig sein.
Mehr Übersicht
– Grosse Fensterflächen und dünne Säulen verbessern die Rundumsicht.
– Rückfahrkamera und Parkpiepser unterstützen uns beim Ein-und Ausparken.
– Gute LED-Scheinwerfer und gute Innenbeleuchtung vermindern Sehschwächen.
Mehr Komfort
– Die Bedienung unseres Wunschautos ist durchdacht, einfach und intuitiv.
– Die Touchscreens haben wenige Menüs und ärgern nicht durch Piepserei.
– Automatikgetriebe sind einfacher zu bedienen als Stockschaltungen.
Mehr Sicherheit
– Notbremsassistent, Spurhalteassistent und Totwinkelwarner.
– Tempomat und Abstandsautomat,
Müdigkeitswarner.
Mehr Ruhe
– Ein Fahrwerk, das Unebenheiten abfedert, lässt uns entspannter fahren.
–
Ein geräuscharmer Innenraum schont unsere Nerven.
– Der Motor liefert genügend Leistung, überfordert aber nicht mit zu viel Power.
Mehr Alltagshilfe
– Zugänglicher Kofferraum. Durch die niedrige Kante lässt er sich gut beladen.
– Die elektrische Heckklappe erleichtert das Verstauen.
– Das Fahrzeug bietet Platz für Gehhilfe, Rollator und Einkaufstaschen.
Hier gehts zum Autosalon, eine Auswahl
Vier Modelle mit hohem Einstieg, viel Komfort und Übersicht
BMW X1. Elektrisch verstellbare Sitze, leichtgängige Lenkung und intuitive Bedienung. Ab Fr. 43 000.
Honda Jazz. Klein, praktisch, mit flexiblen Sitzen und hohen Sitzpositionen, Assistent für den sicheren Ein- und Ausstieg. Ab Fr. 25 500.
Audi Q2. Hohe Sitzposition, gute Übersicht, Totwinkelwarner und komfortabler Innenraum Ab Fr. 45 800.
VW Tiguan. Kompakter SUV mit hoher Sitzposition, grosser Fensterfläche, einfacher Bedienung und Assistenzsystemen. Ab Fr. 61 000.
Vier kompakte SUVs mit guter Sitzhöhe und Übersicht
Nissan Qashqai. Hoher Einstieg, grosse Türen, übersichtliche Sitzposition.
Ab Fr. 30 000.
Honda CR-V. Kompakt-SUV mit hoher Sitzposition, geräumig, viele Features für Sicherheit wie Kollisionswarnung, adaptive Geschwindigkeitsregelung. Ab Fr. 60 000.
Subaru Forester. Sehr gute Übersicht, grosse Türöffnungen, Allrad für Stabilität, geräumig, zuverlässig, in der Schweiz beliebt. Ab Fr. 39 300.
Skoda Karoq. Hohe Sitzposition, breite Türen, bequeme Vordersitze und perfekte Ladekantenhöhe Ab Fr. 33 000.
Fünf weitere Kleinwagen/Crossover und besonders günstige Modelle
Dacia Sandero (Stepway). Sehr günstig, übersichtlich und mit Einstiegshilfe durch höhere Karosserie, sparsam in Unterhalt und Verbrauch. Ab Fr. 13 000.
Mercedes-B-Klasse. Viel Platz, niedrige Ladekante, hoher Einstieg, komfortabel. Ab Fr. 18 000.
Renault Captur. Kompakter SUV, höhere Sitzposition, flexibler Innenraum, Parksensoren, günstiger Preis. Ab
Fr. 33 000.
Skoda Kamiq. Kompakt-SUV mit hohem Einstieg, geräumigem Innenraum und ntuitiv bedienbarem Infotainment.
Ab Fr. 19 000.
VW Golf Sportsvan. Hoher Einstieg, gute Übersicht, hergestellt bis 2020, Occasionen ab Fr. 11 000.
Fünf Elektroautos – moderne, seniorenfreundliche Fahrzeuge ab Fr. 10’000
BMW i3., Premium-Interieur und Fahrgefühl Ab Fr. 40 000.
Citroën Ami. Sehr kompakt, Reichweite ca. 75 km, ideal für kurze Stadtwege. Ab Fr. 10 000.
Hyundai Kona Electric. Hohe Reichweite
(bis 400 km), modernes Infotainment, Ab Fr. 35 000.
Renault Twizy. Ideal für Stadtfahrten. Extrem günstig ab Fr. 12 000,
Volkswagen ID.3. Zuverlässig und praktisch. Ab Fr. 33 000.
Quellen: automo.ch, Ask Albert, Presseportal
Bilder: fotor, zvg






Mit dieser Kolumne bin ich bei Ihnen. Im Gegensatz zu Ihren «alterstauglichen Benziner», für die Sie im Autovergleich tatsächlich noch Werbung machen. Also wenn im hohen Alter noch ein Auto her muss, dann sicher eines ohne das schwarze Oelerzeugnis, das seit über 100 Jahren unsere Umwelt, die Menschen und Länder, die es aus der Tiefe holen und verarbeiten, ausbeutet! Sicher, der heutige Elektropfuus ist noch nicht das gelbe vom Ei, doch die Richtung stimmt.
Nun zu Ihrem neusten Aufschrei: Diskriminierung im Alter. Es gab schon einige gute Beiträge bei seniorweb zu diesem Thema. Ihre schmale Auswahl wird der wahren Diskriminierung weder in der Wahl der Themen noch in der Schwere gerecht. Also wenn Sie sich schon aufregen, wenn ein junger Bankangestellter Sie fragt, ob Sie einen PC haben, dann wissen Sie nicht was echte Diskriminierung im Alter bereithält.
«Kaum dem Ei entschlüpft» ist zwar übertrieben, aber trotzdem einen Lacher wert.
Da sind z.B die Misshandlungen in Alters- und Pflegeheimen aber auch privat von den eigenen Leuten. Genau so schlimm finde ich auch das Wegschauen der Gesellschaft, besonders jedoch der Politik und Wirtschaft. Da sind die über 50 Jährigen nur noch die Hälfte wert, wenn überhaupt. Obwohl wir alle wissen, dass die Bevölkerung immer älter wird, weiss und kommuniziert kaum jemand, dass die Bedürfnisse im Alter mannigfaltig sind und sich wandeln. Ich bin froh, dass sich zunehmend auch verschiedene Altersorganisationen immer lauter für Senior:innen stark machen und Sie, Peter Steiger, könnten da mit Ihrer Fantasie und Kreativität auch dazu beitragen. Oberflächlichkeiten haben wir nach meiner Meinung schon zur Genüge.
Wehret den Anfängen ! – am Bankschalter, im Tram, etc.! Da sind wir doch rüstig genug uns zu wehren.
Im Pflegeheim dann, im letzten Stadium sind wir ausgeliefert.