Auch dieses Jahr findet in Luzern das siebte Lilu Lichtfestival statt. Rund um das Seebecken werden die Besucher mit farbenfrohen Figuren und Lichteffekten begeistert. Es dauert bis am 25. Januar.
Die Bandbreite der auf dem Rundgang zu bestaunenden Lichtinstallationen, oft begleitet von Musik und verschiedenen Klängen, ist gross. Schon beim Bahnhof weist der beleuchtete Torbogen auf den Anlass hin.

Der Torbogen beim Bahnhof Luzern wird angestrahlt
Und der mit stets wechselnden, verschiedenen Sujets angeleuchtete Wasserturm begeistert die Zuschauer. Es ist das meist fotografierte Sujet. Beim Hotel Schweizerhof leuchten die «Sounflowers» von Ocubo aus Portugal konstant in warmen Gelb.

Am Wasserturm erscheinen verschiedene Bilder
Und im See vor dem Grand Casino Luzern schiessen bei der Installation «Breathe» von Artistic aus Lettland mehrere Wasserfontänen im Farbenspiel im Rhythmus von Musik in die Höhe. Die Multimedia-Show wurde eigens für das Lilu kreiert.

Lichtkünstler verwandeln den Schiffsteg
Dieses Jahr gab es für das Lilu rund 300 Eingaben aus der ganzen Welt. Der künstlerische Beirat prüft diese und entscheidet, welche Installationen gezeigt werden. Künstlerinnen und Künstler können sich gezielt für einen ausgeschriebenen Ort bewerben.

Am Quai werden die Bäume farbig beleuchtet
Neu in diesem Jahr ist das Lilulino, ein eigenständiges Format für den künstlerischen Nachwuchs. «Nun möchten wir dem wieder Präsenz schenken und dadurch neuen Künstlerinnen und Künstler ermöglichen, kleinere Projekte zu zeigen», sagte Thomas Fritsche von der Festivalleitung.

Ruhepause auf der beleuchteten Bank
Auch andere Installationen regen zum Nachdenken an: Hanna Risberg, Petra Weber und Nicoline Andrea Janka thematisieren mit «Al Fragments» die Umweltbelastung durch KI, etwa den Wasserverbrauch für die Rechenzentren. Diese Installation entstand im Rahmen des Studiengangs Data Design + Art an der Hochschule Luzern.

Die farbenfrohe Bäume werden fotografiert
Auch beim Seebad können Besuchende den «Octo.Lux», eine an einen Oktopus erinnernde LED-Installation des Künstlerduos 2Strahling selbst steuern. Und auf dem Kornmarkt warten vier aufblasbare Figuren darauf, durch die Bewegungen der Besuchenden zum Tanzen animiert zu werden.

Märchenfiguren im Pavillion
Bei der neuen Show «Soul» von Projektil erscheinen nach einem längeren, beinahe medialen Einstieg, verschiedene Lebewesen wie beispielsweise ein Chamäleon oder ein Bär. Sie tanzen, schwimmen oder fliegen zum neu arrangierten und mit modernen Kompositionen verschmolzenen Karneval der Tiere.

Fast wie an der Chilbi
Dieses Jahr gibt es über 24 Installationen zu sehen, die jeweils von 18 bis 22 Uhr illuminiert werden. Die Veranstalter rechnen mit 150’000 Besucherinnen und Besucher. Gleich viel, wie im letzten Jahr. Mehr Informationen dazu, sowie zum Rahmenprogramm mit Konzerten, Panels und der «Lilu Latednight» gibt es online unter «lichtvestivalluzern.ch»
Fotos: Josef Ritler

Was diese «Schönfärberei» wohl mit den lebendigen Pflanzen, Bäumen, der Landschaft macht? Als erdgebundene Lebewesen können sie sich ja nicht aus dem Scheinwerferlicht davon machen. Die diversen und immer häufiger werdenden Beleuchtungen auf unserer Erde durch uns Menschen, wird ja auch Umweltverschmutzung genannt. Besonders eindrucksvoll die Bilder vom Weltall auf die «beleuchtete Erde».