FrontKolumnenEin Knall – und drei Jahre sind vorbei

Ein Knall – und drei Jahre sind vorbei

Wie die Zeit vergeht! Schon wieder ist der erste Monat des neuen Jahres vorbei und dabei ist man sich noch gar nicht gewohnt, 2018 zu schreiben. Und eine Vignette am Auto fehlt auch noch.

Ja, im Sauseschritt läuft die Zeit und wir laufen mit. Hat schon Wilhelm Busch gereimt. Bei dem Sänger und Musiker Elton John geht es noch etwas schneller: Mit einem Knall will sich der 70-Jährige von der Bühne verabschieden. Ein Knall allerdings, der ganze drei Jahre dauern wird. So lange wie seine Abschiedstournée. Man stelle sich mal vor, ein Champagnerkorken würde an Silvester so langsam aus der Flasche knallen. Anstossen könnte man dann an Neujahr 2021.

Frisur statt Fitness

Apropos Neujahr: Sind die guten Vorsätze alle umgesetzt worden? Wer besser in Form kommen möchte, dem sei ein Kamm empfohlen. Weil, so stand es in der Zeitung: Hugo Koblet brachte sich nach jedem Rennen mit einem Kamm wieder in Form. Ach, hätte ich doch einen solchen Kamm!

Jetzt ist wieder Grippezeit und da sind die guten Ratschläge, bald wieder gesund oder nicht krank zu werden, verbreitet. Um die eigenen bösen Käferchen nicht in der Umgebung zu verteilen, wird empfohlen, in die Ellbogenbeuge zu husten und zu schneuzen. Also husten, das ist sicher sinnvoll, aber sich so schneuzen? Leider stand nicht, ob dabei der Pulli oder das Hemd ausgezogen werden müssten oder ob die Kleidungsstücke als erweiterte Taschentücher dienten. Und vielleicht ist auch nur niesen gemeint.

Die flatterhafte Leopardin

Weiterer guter Ratschlag, diesmal von einer Stilberaterin: Leopardenprint, also Textilien mit Leopardenmuster, wirkten oftmals preiswert, wird die Frau ermahnt, die doch so gerne als wilde Leopardin wahrgenommen werden möchte. Preiswert? Also ihren Preis wert? Gemeint ist doch wohl «billig». Auch wenn das Kleid aus einem flatterhaften Chiffon ist. Vielleicht ist auch nur ein flatterndes Kleidchen gemeint, in dem die Trägerin mit dem Leomuster etwa flatterhaft wirken könnte. Bräuchten Stilberaterinnen beim Schreiben nicht auch einen gewissen Stil?

Zum Schluss noch zwei Titelsünden: «Bei den Seilbahnen geht es bergauf». Wer hätte das gedacht. Und stimmen tuts auch nicht. Manchmal geht es nämlich auch bergab.

Wer skalpiert hier wen?

«SPD sucht nach ihrem Skalp». Wer bis jetzt nicht wusste, dass auch eine Partei Haare und Frisur hat, weiss es jetzt. Zwar stimmt es: In Deutschland gehts im Moment zu wie bei Karl Mays Winnetou, nur ohne Marterpfahl und Blutsbrüderschaft. Nur– wer soll denn skalpiert werden? Nicht am Ende noch die «Angie»?

Haben sie es gewusst. Kim Kardashian, die Frau, die so viel Geld verdient, indem sie zeigt, wieviel Geld sie hat, ist für Tod erklärt worden. Wäre ja mal etwas Anderes, so ein Tod mit Decolletée und dickem Hintern. Anstelle des öden Sensemannes. Erklären wir doch diesen mageren Tod mal für tot. Und gehen eine Autovignette kaufen.

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