Kultur

Leseratten reisen nach Solothurn

Vom 31. Mai bis 2. Juni präsentieren sich in Solothurn zahlreiche Autorinnen und Autoren, Übersetzer und Übersetzerinnen aus allen Teilen der Schweiz mit ihren neuen Werken.

Die 41. Solothurner Literaturtage werden am Donnerstag dem 30. Mai 2019 in Anwesenheit von Nationalratspräsidentin Marina Carobbio Guscetti eröffnet. Zum Fest der Schweizer Literatur sind siebzig Schreibende und Übersetzende aus allen Landesteilen, dazu elf illustre internationale Autoren und Autorinnen eingeladen. Sie werden in mehr als 150 Lesungen, Podien, Ateliers und Workshops auftreten.

Die Solothurner Literaturtage sind Ort der Begegnungen und des Dialogs. Nebst Lesungen, Poesiesalons und Spoken Word Performances findet Literatur auch am Abend in ganz ungezwungenem Rahmen in Solothurns Bars und auf der Strasse statt.

Internationale Eröffnung

Die amerikanische, in Deutschland wohnhafte Autorin Nell Zink hält die Eröffnungsrede, vier Autorinnen aus allen Sprachregionen – Amina Abdulkadir, Laura Di Corcia, Rinny Gremaud und Leontina Lergier-Caviezel – präsentieren ihre literarischen Repliken auf Zinks Rede.

Podium ‚Die Stimme der Verlierer‘

Bestseller-Autoren und -autorinnen wie Ferdinand von Schirach aus Deutschland, Joey Goebel aus den USA, die Italienerin Raffaella Romagnolo und ihr Landsmann, der Graphic Novel Zeichner Zerocalcare lesen und diskutieren. Highlights der Schweizer Werkschau sind unter anderem Milena Moser, Thomas Hürlimann, Ruth Schweikert, Lukas Hartmann, Klaus Merz, Julia von Lucadou, Martin R. Dean, Rolf Hermann, Heinz Helle oder Angelika Overath.

Liebe, Macht, Zukunft sind Podienthemen

Was sind die Wechselwirkungen zwischen Liebe und Literatur? Welche Machtstrukturen herrschen im Literaturbetrieb vor und wie ist mit ihnen umzugehen? Was kann die Literatur über die Zukunft sagen und welche Aussagen macht sie damit über die Gegenwart? Diese Fragen ziehen sich durch das Programm der diesjährigen Solothurner Literaturtage und sind deshalb auch Themen der drei Podien, auf denen Schreibende mit Experten und Expertinnen aus verschiedenen Bereichen diskutieren.

Literatur im Gespräch

Zwei Autoren bzw. Autorinnen tauschen sich im moderierten Gesprächen über ein literarisches Thema aus, das ihr Schreiben verbindet: Lukas Hartmann und Shelley Kästner über «Stimme und Suche», Inger-Maria Mahlke und Tabea Steiner über «F wie Familie» sowie die Lyriker Ernst Halter und Sascha Garzetti über ihr lyrisches Schaffen im Literaturgespräch «Kürzen».

Literarisches Flanieren

Am Freitag- und Samstagabend lesen, dichten, singen und performen Autorinnen und Autoren in Restaurants, Bars und auf öffentlichen Plätzen: Fussballlesungen der Schriftstellernati, Instantdichten, Spoken Word Auftritte, Lesungen des Autorinnenkollektivs Rauf und vieles mehr erwartet die Besucher und Besucherinnen. Am Freitag mixen Literaten ihre Lieblingsdrinks in der Literaturtage Bar, am Samstag steigt im Kino im Uferbau die grosse Literaturtage-Disco.

Wenn Pedro Lenz liest, sind die Plätze vor der Aussenbühne besetzt.

Alles über die Literaturtage

Titelbild: Lesung Margriet de Moor
Alle Fotos (von früheren Literaturtagen): © Fotomtina.