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  1. Ergänzung 20.1.2021:

    Das Kunstmuseum Bern will bei zwanzig weiteren Werken aus der Sammlung Gurlitt eine allfällige Rückgabe neu beurteilen – und geht damit progressiv vor. Bei diesen Bildern, etwa Aquarellen von Otto Dix oder Otto Griebel, bestehen Verdachtsmomente, dass sie während des Nationalsozialismus jüdischen Besitzern oder Besitzerinnen geraubt wurden oder diese sie unter Wert verkaufen mussten. Zweifelsfrei klären lässt sich das kaum mehr. Aber Erben fordern deren Rückgabe. Das Kunstmuseum Bern ver handelt derzeit gemäss Radio SRF 2 Kultur mit zwei Familien, den Erben von Ismar Littmann und von Fritz Salo Glaser. Nina Zimmer, Direktorin des Kunstmuseums Bern und des Zentrums Paul Klee (KMB-ZPK), bestätigte eine entsprechende Meldung gegenüber Keystone-SDA. Marcel Brülhart, Stiftungsrat der Dachstiftung KMB-ZPK, sagte gegenüber Radio SRF 2 Kultur, die Verhandlungen mit den beiden Familien liefen sehr gut. «Man wendet dort halt jetzt auch andere Gesichtspunkte an und versucht, eine einvernehmliche Lösung zu finden.» Hintergrund dieser Erwägungen ist, dass das Kunstmuseum Bern überlegt, welche Werke es aus der Sammlung Gurlitt übernimmt. Im Frühsommer will das Museum dazu informieren.

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