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«Frieden und Freiheit» – Himmelsfahnen in der Berner Altstadt

Vom 1.-22. September 2026 werden an den Berner Altstadthäusern Dutzende von Himmelsfahnen die Botschaft von Frieden und Freiheit verkünden. Mit ihrem Community-Projekt «ONE SKY FLAGS» knüpft die deutsch-amerikanische Künstlerin Yvonne Lee Schultz an ähnliche Events in Strassburg, Berlin, Hamburg und Koblenz an.

Krieg und Zerstörung in der Ukraine, Drohnenangriffe am Golf, Bürgerkriege in Teilen Afrikas…. In den Baltischen Staaten, Kuba und vor Taiwan nehmen die Spannungen zu…. Wir leben in unsicheren Zeiten. Doch die Sehnsucht nach Frieden und Freiheit ist ungebrochen. «Wir leben alle unter einem Himmel!», sagt die in Berlin lebende Künstlerin Yvonne Lee Schultz.

Mit Himmelsfahnen-Projekten will sie die Menschen zum Nachdenken anregen und ein Zeichen setzen. Die Fahnen markieren keine Ländergrenzen, sondern symbolisieren, dass der Wunsch nach Frieden und Freiheit grenzüberschreitend ist. Die nächste Aktion findet Anfang September in der UNESCO-Kulturerbe Hauptstadt Bern statt.

Traditionell ist die Berner Altstadt schwarz-rot-gelb-weiss beflaggt. Foto PS

ONE SKY FLAGS sind Fahnen, die Bilder vom Himmel rund um den Globus zeigen. Menschen in aller Welt beteiligen sich an dem Projekt, senden ihre Fotos ein und sprechen über Frieden und Freiheit. Die aus den Einsendungen produzierten Fahnen werden vom 1. bis 22. September 2026 in der Berner Altstadt und an ausgewählten Botschaftsgebäuden wehen. Auf der Projektwebseite sind dann auch die Stimmen der Teilnehmenden zu hören. Ein weiter Horizont entsteht, ein Symbol für Frieden, Freiheit und Demokratie.

Flaggen mit Bildern vom Himmel über Europa vor dem Europäischen Parlament in Strassburg.

Anregungen für die Tonaufnahme

Folgende Fragen stellt die Künstlerin dem Publikum: «Was sind deine Gedanken zu Frieden und Freiheit? Wie gehst du mit der Herausforderung um, Frieden zu schaffen und zu bewahren? Warum und wie setzt du dich für Frieden und Freiheit ein? Welche Erfahrungen von Frieden und Freiheit erlebst du oder hast du erlebt? Wo findest du Frieden? Wann fühlst du dich frei? Was erwartest du von einem Leben in Frieden und Freiheit?»

Ähnliche Community-Events hat Yvonne Lee Schultz bereits vor dem Parlamentsgebäude in Strassburg (2019), an der Fassade der Nordrheinwestfälischen Landesvertretung in Berlin (2021), am Jungfernstieg in Hamburg und am Deutschen Eck in Koblenz (2023) gestaltet. Die Reaktionen aus Bevölkerung, Politik und den Medien waren stets vielversprechend. Unabhängig von politischer Haltung oder Weltanschauung war man sich einig, dass Frieden und Freiheit zu den höchsten Gütern gehören, die es mit aller Kraft zu verteidigen gilt.

Der Jungfernstieg in Hamburg.

Aufruf für Bern

Nun folgt der Aufruf für die nächste Fahnen-Schau, diesmal in Bern. «Mach mit! Mach ein Foto vom Himmel, das deine Stimmung spiegelt, deine Erfahrung oder Hoffnung zu Frieden und Freiheit. Der Himmel kann tags oder nachts fotografiert sein, ruhig sein, dramatische Wolken, Gewitter, Sonnenaufgang oder -untergang zeigen.

Auf dem Foto darf NUR Himmel sein! Nimm eine ca. 1-minütige Tonaufnahme (zum Beispiel per WhatsApp) auf, in der du mir deine Erfahrungen und/oder Gedanken zu Frieden und Freiheit mitteilst,» schreibt die Künstlerin auf ihrer Webseite und ergänzt: Sende Foto und Tonaufnahme an: YLS.onesky@gmail.com

Die Südfassade der Landesvertretung Niedersachsens, mitten in Berlin.

Zur Person der Künstlerin

Yvonne Lee Schultz wurde in Berkeley, Kalifornien, geboren. Sie lebt und arbeitet in Berlin und San Francisco. Ihr Master of Fine Arts – Diplom erwarb sie bei Markus Lüpertz an der Kunstakademie Düsseldorf. Für die Umsetzung ihrer konzeptuellen Arbeiten verwendet die Künstlerin verschiedene Medien und Materialien wie KPM-Bone-China der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin sowie diverse Stoffe.

Ihre Kunstwerke wurden in deutschen und internationalen Museen gezeigt, darunter im Museum Ludwig in Köln, im Sprengel Museum Hannover, im Landesmuseum Baden-Württemberg, aber auch im CAMK, dem Museum of Contemporary Art Kumamoto (Japan) sowie an der Sydney Biennale (Australien).

Himmelsfahnen am Deutschen Eck in Koblenz.

Unterstützung durch Botschaften

Yvonne Lee Schultz’ Werk umfasst auch ortsspezifische Kunstinstallationen, die in verschiedenen Sammlungen, Institutionen und Unternehmen präsent sind, zum Beispiel in den Stiftungen von Volkswagen und Robert Bosch sowie im Europäischen Patentamt München. Das Flaggenprojekt ONE SKY FLAGS, das in einem politischen Kontext realisiert wird, hat Anerkennung von Politikern und dem Exekutivbüro des Generalsekretärs der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, erhalten.

In Bern wird die Aktion von mehreren ausländischen Botschaften unterstützt. Diese haben zugesagt, Staatsangehörige aus ihren Heimatländern einzuladen, Himmelsfotos einzuschicken. Einige Landesvertretungen unterstützen das Projekt zudem mit einem finanziellen Beitrag.

 

 

So könnte es im September in der Berner Altstadt aussehen. Visualisierung YLS.

Stadtpräsidentin begrüsst das Projekt

Nach Auskunft des Informationsdienstes der Stadt Bern hat das Polizeiinspektorat die Spezialbeflaggung im September bewilligt. «Yvonne Lee Schultz hatte das Projekt im Frühling 2025 der Stadtpräsidentin persönlich vorgestellt. Marieke Kruit begrüsst das Projekt», teilte die Stadt auf Anfrage von Seniorweb mit.

Unterstützt und begleitet wird die Flaggenschau vom Verein «Bühnen der Hauptstadt» (VBDH):  Ausgewählte Berner Theater werden das Thema mit speziellen Formaten, Podiumsdiskussionen, Lesungen, Theatersport vertiefen. Am Theater an der Effingerstrasse werden am 4. September ein Meteorologe und ein Theologe über den Himmel diskutieren. Am 13. September veranstaltet das Effinger ein «Wortklangkonzert für den freien Himmel». So wird Himmelsflaggen-Projekt in der Bundesstadt auch zu einem kulturellen Schwerpunkt in der Bundesstadt Bern.

Titelbild: Yvonne Lee Schultz: «Wir leben alle unter einem Himmel». Alle Fotos YLS.

LINKS

Himmelsfahnen und -Fotos: Artworks of YLS 

Biografie von YLS 

Verein «Bühnen der Hauptstadt» 

 

 

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2 Kommentare

  1. Danke für die Reportage «Himmelsfahnen».
    Super Projekt! Eine wichtige Botschaft in der heutigen Zeit!
    HIMMLISCH! 🌈🌌

  2. In aller Munde und täglich in den Medien, der finanzielle Aufwand und die Beschaffung von Kriegsmaterial, der Regierungen vieler Länder, auch die Schweiz, betreiben.
    Investitionen in aktive Friedensbemühungen (nicht Forschung), ist viel zu gering, um darüber in den Medien ein Wort zu verlieren. Die Politik und die Medien versagen hier auf der ganzen Linie. Demokratie basiert auf Konsens und friedliche Auseinandersetzungen und dazu braucht es jeden Franken und jede Medienzeile, die man kriegen kann.
    Das Projekt «Himmelsfahnen» kann zu einem Augenblick der Aufmerksamkeit auf das Thema Frieden beitragen. Wir sollten endlich ins Machen kommen. Zuschauer waren wir lange genug.

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